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» Olivier Kemeid // Die Aeneis
ein sozio-kulturelles Projekt des Bürgerhaus Trier-Nord unter der Schirmherrschaft
des Theater Trier; unterstützt von den »Pioniergeistern«
Im Rahmen der Antikenfestspiele Trier 2010

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Endlich:
Zum Download: Die Aeneis - Eine Dokumentation
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Das Schlusswort gebührt dem Autor der Aeneis: [extra angereist aus Kanada]
Au Québec, nous connaissons deux Allemagnes: la première, c’est celle des affaires. Ce n’est même pas l’Allemagne au complet, c’est la Bavière. Une Bavière qu’on imagine prospère, industrieuse, catholique, où tout le monde roule en BMW et en Mercedes. Le Québec a eu une délégation générale à Munich avant d’en avoir une à Berlin, c’est tout dire. La seconde Allemagne, c’est celle de la culture «trash». C’est une étiquette très floue qui englobe à la fois Heiner Müller et Frank Castorf, mais aussi des musiciens punks, des chorégraphes violents, des plasticiens exubérants. Chez nous, au théâtre, du moment qu’un acteur envoie promener le public, joue de dos, crie des insanités au micro et lance des chaises rutilantes de sang sur la scène, le tout sur une musique techno et des images projetées sur écran évoquant la fin du monde, on dit que «ça fait allemand». Aaaaah, les stéréotypes ont la dent dure!
C’est donc avec ces clichés en tête que j’ai débarqué à Trier. Et là, ce fut le choc. L’Allemagne que m’a fait connaître l’équipe du Bürgerhaus de Trier-Nord est l’autre Allemagne, celle dont on parle très peu chez nous, celle que nous ne connaissons pas. Que nous ne pouvons même pas imaginer. Cette Allemagne, elle ressemble tant à l’autre Québec, celui qui n’est pas sur la carte postale, que c’en est impressionnant. J’étais beaucoup moins dépaysé que je n’aurais cru. Les problèmes rencontrés par les immigrés récemment arrivés, les défis que doivent relever les associations qui leur viennent en aide, la solidarité qui émane des quartiers concernés par les inégalités socioéconomiques, tout cela existe bien sûr à Montréal… et dans un nombre incalculable de villes occidentales.
Avant même les représentations, L’Énéide était en train de se jouer chez cette femme fraîchement émigrée, et qui devait se battre pour trouver un toit. Chez cet homme seul avec son enfant, qui a quitté sa patrie non pas pour lui, mais pour son fils, à qui il veut donner une possibilité d’avenir. Chez cette jeune fille, épuisée par les épreuves bureaucratiques qui font passer les douze travaux d’Hercule pour des jeux d’enfants.
Ouvrez les portes! Sans cette ouverture, l’air devient irrespirable. Cela comporte des risques, bien sûr. Cela impose des défis. Cela s’appelle la politique, dans son sens le plus noble, dans son exigence morale la plus haute: fonder la Loi non pas entre nous, mais à partir de l’Autre. Le défi est de taille, mais ne désespérons pas, de désespérons jamais : nous ne sommes pas seuls. Quand, bouleversé, j’ai vu tous ces hommes et ces femmes de Trier s’investir autant dans le projet de L’Énéide, plus de deux mille ans après le récit de Virgile, je n’ai pu m’empêcher de penser à ces mots du poète romain: «Nous ne chanterons jamais seuls, car aux bois des forêts humaines, tout est écho.»
Merci à Bernd Weihmann, Jan-Christoph Krug, à Florian Burg, à tous les comédiens et à tous ceux – nombreux! – qui ont permis cette belle aventure.
Olivier Kemeid
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Das Projekt:
Als Programmerweiterung der Antikenfestspiele 2010 realisieren die Bürgerinnen und Bürger aus Trier-Nord ein Theaterprojekt. In diesem Stadtteil mit einem faszinierenden Entwicklungspotenzial leben unterschiedlichste Bürgerinnen und Bürger Tür an Tür. Vom Migranten bis zum Alteingesessenen können diese ihre ganz eigenen Erfahrungen zu den Themen Flucht, Hoffnung, Heimat(-losigkeit), Neuanfang, Armut, Mut und Vertreibung in das Projekt mit einbringen.
Die Aeneis von Vergil behandelt die Irrfahrt des Helden Aeneas aus dem besiegten Troja und seiner Suche nach neuer Heimat. Mit Olivier Kemeids Stück ist nun eine Bearbeitung gefunden worden, die auf der einen Seite die heterogenen Lebenserfahrungen der Beteiligten zwischen Flucht und Bürgertum abbildet, auf der anderen Seite einen kraftvollen Bogen von der mythischen Antike hin zu aktuellen Problemen und (Überlebens-)Strategien schlägt. Dabei bietet es den Darstellern nicht nur durch seine 26 Rollen zahlreiche Ausdrucksmöglichkeiten.
Zum ersten Mal wird bei diesem Projekt soziokulturelle Theaterarbeit in das Konzept der Antikenfestspiele integriert. Zusätzlich zur überregionalen Strahlkraft präsentieren sie sich so als Festspiele für alle Bevölkerungsgruppen der ganzen Stadt und darüber hinaus.
Die Fotos:
Hier finden Sie eine Auswahl an Fotos, die das Projekte
dokumentieren.
Die Hauptverantwortlichen:
Bernd Weihmann
Konzeptionelle Leitung und Produktion
Florian Burg
Regie
Richard Tito
Pädagogische Begleitung
Rosario Avanzato
Medialisierung Film/Ton
Jan-Christoph Krug (Assistenz: Valerie Buchow)
Gesamtkoordination, Design und Bühnenbild
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Aus dem deutschen Feuilleton
» 18.07.2010 // Flüchtlingslager in den Thermen
16vor
Bis zu dreißig Personen wirkten an dem Theaterstück “Die Aeneis” mit, das unter der Regie von Florian Burg am Donnerstag in den Viehmarktthermen seine Premiere feierte. Das ist für den Rahmen der Antikenfestspiele eigentlich keine beeindruckende Schar an Darstellern, wenn das Stück nicht als Laienprojekt mit Trierer Bürgern verwirklicht worden wäre. Entstanden ist eine Performance, die dem theaterpädagogischen und einem hochgehängten künstlerischen Anspruch so über die Maßen gerecht wird, dass das diesjährige Antikenprogramm für dieses Heimspiel mehr als dankbar sein kann. (...)
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» 16.07.2010 // Ganz großes Gemeinschaftswerk
Trierischer Volksfreund
Antikenfestspiele mal ganz anders: 30 Laiendarsteller und einige wenige Profis setzten im Rahmen eines Projektes des Bürgerhauses Trier-Nord den antiken Flüchtlingsmythos des Trojaners Aeneas zeitgemäß in Szene. Trier. (...)
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» 16.06.2010 // Irrfahrt mit erfolgreichem Ende
Trierischer Volksfreund
Im Bürgerhaus Trier-Nord wird weiterhin heftig für die Antikenfestspiele geprobt. "Die Aeneis" aus der griechisch-römischen Sagenwelt wird als soziokulturelles Projekt unter Beteiligung von Trierer Bürgern inszeniert. Ein Abenteuer für alle Beteiligten. (...)
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» 08.06.2010 // Der Reiz der Entdeckung
Trierischer Volksfreund
Knapp drei Wochen vor der Eröffnungs-Premiere der Antikenfestspiele 2010 laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Das Programm ist praller denn je, die Gastkünstler sind gerade eingetroffen, die Proben gehen in die heiße Phase. (...)
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» 31.03.2010 // Drama im Norden
Trierischer Volksfreund
Seit dem Bestehen der Trierer Antikenfestspiele haben die Macher immer wieder die Notwendigkeit betont, das Festival stärker in der Bürgerschaft zu verankern. 2010 macht man Ernst: Zum Programm gehört nun ein Projekt mit dem Bürgerhaus Trier-Nord. Laien spielen das antike Flüchtlingsdrama "Die Aeneis". (...)
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» 19.11.2009 // Bekannte Größen und eine große Unbekannte
16vor
Vor fast genau einem Jahr stellten Kulturdezernent Ulrich Holkenbrink und Vertreter des Theaters das Programm für die Antikenfestspiele 2009 vor. Wenige Tage später wurde die Veranstaltung wegen schlechter Erfolgsaussichten abgesagt. In den vergangenen Monaten tüftelten die Beteiligten gemeinsam mit einer Trierer Werbeagentur über ein besseres Marketing- und ein neues künstlerisches Konzept. Gestern wurden das endgültige Programm und die Neuerungen für die 12. Antikenfestspiele, die vom 25. Juni bis 18. Juli stattfinden, vorgestellt: (...)
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Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms
VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz
und Demokratie"
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